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Die diesjährige Vortragstagung der Sepawa Sektion Österreich fand am 21. und 22. Juni in Linz statt.

 

Ars Electronica

Bei der Mitgliederversammlung wurde Herr Ing. Rudolf Weissensteiner, Sepawa Urgestein und seit mehreren Jahren als wissenschaftlicher Beirat auch Mitglied des Vorstandes, in den (un)Ruhestand verabschiedet und mit Herrn Benjamin Göllner auch gleichzeitig sein Nachfolger vorgestellt.
 

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung stand ein spannender und eindrucksvoller Besuch des Ars Electronica Center an. In der Führung konnte uns aus zeitlichen Gründen nur ein Teil der Ausstellungsbereiche sowie das Deep Space K8 mit seinen unglaublichen Aufnahmen gezeigt werden. Zum Abschluss hielt Herr Dr. Werner Gruber, Direktor des Planetariums Wien, bekannt aus diversen TV-Shows, … in gewohnt humorvoller und süffisanter Art einen Vortrag über das menschliche Gehirn.

 

 


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Bei einem gemeinsamen Abendessen im Schlossmuseum konnten alle Teilnehmer die vielen Eindrücke nochmals diskutieren und den Abend gemütlich ausklingen lassen.

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Von links nach rechts - Herr Dr. Herden, Herr Zuberbühler, Frau Dr. Liebmann, Frau Heinzel, Her Dr. Stamminger, Herr Dr. Szilagyi


Donnerstag, 22. Juni 2017


Adrian Zuberbühler von Akzonobel Chemicals eröffnete die Vortragstagung mit dem Titel Nachhaltige und synthetische Spezialpolymere in Reinigungsmitteln. Nach einer kurzen Einführung über Polymere mit all ihren Leistungsmerkmalen und Anwendungsmöglichkeiten, aber auch dem grundsätzlichen Problem der biol. Abbaubarkeit wurden auch die neuen Hybrid Polymeren mit ihrer deutlich verbesserten Ökobilanz bei vergleichbarer Performance präsentiert.
 

Herr Dr. Zoltan Szilagyi von CTAdvisors berichtete in seinem Vortrag M4E-eine bahnbrechende magnetisch-unterstützte nicht invasive Mischungstechnologie zur Erzeugung stabiler Emulsionen und Dispersionen über den physikalischen Hintergrund, die Möglichkeiten und Grenzen sowie Erfahrungen und Beispiele dieser für jeden Anwendungstechniker kaum vorstellbaren Emulgiertechnik.
 

Nach einer kurzen Pause zeigte Herr Prof. Dr. Rainer Stamminger von der Universität Bonn in seinem Vortrag Niedrigtemperaturwaschen – Fluch oder Segen eindrucksvoll die vorhandenen Einsparpotentiale von Niedertemperatur-Waschen ohne Hygieneverlust bei längeren Laufzeiten auf, und dass speziell in Europa noch ein starkes Umdenken zu deutlich mehr Niedertemperatur bzw. Kalt- Waschen stattfinden muss.
 

Gleich im Anschluss erläuterte Herr Dipl.Ing. Rudolf Herden in seinem Vortrag Erfahrungen mit dem Energy-Label für Waschautomaten und Antworten der Fa. Miele, dass sinnvolle Innovationen aus Sicht eines Herstellers nicht immer in den Energy–Labels Berücksichtigung finden und zeigte diesbezüglich auch einige Beispiele aus der Vergangenheit auf sowie die neuesten Entwicklungen im Bereich Niederenergiewaschen.
 

Im Nachmittagsblock mit dem Schwerpunkt Mikroplastik führte uns Frau Dr. Bettina Liebmann vom Umweltbundesamt GmbH mit ihrem Vortrag Mikroplastik in Kosmetika und Reinigungsmittel – in die Aktuelle Entwicklungen in Europa ein, wie breit und komplex dieses Thema diskutiert wird, wohin die Gesetzgebung und Verbote gehen könnten, aber auch, dass derzeit auf Grund mangelnder verbindlichen Definitionen noch sehr viel in der Schwebe ist.
 

Den Abschluss dieser Vortragsveranstaltung bildete Frau Antje Helms von Greenpeace Österreich mit ihrem Vortrag Mikroplastik, Auswirkungen auf die Umwelt. Ihre klare Forderung für ein Verbot von Mikroplastik wurde durch Bildern und Erfahrungsberichten der täglichen Arbeit von Greenpeace ebenso untermauert wie die Tatsache, dass Mikroplastik und Kunststoffmüll ein zusammenhängendes und globales Problem darstellt.

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